JungsMama allein zu Haus

 

Es ist soweit! Zum ersten Mal macht der kleine Junge alleine Urlaub bei Oma und Opa! Eine ganze Woche schlappe 200 km von uns entfernt. Eine Woche Kindfrei! Davon träumt ja eigentlich jede Mutter. Wirklich? Zwischen Euphorie und Panik, so habe ich diese Woche als JungsMama allein zu Hause erlebt:

Phase 1: Große Panik

Brrrrr – allein den Gedanke, dass mein Sohn sooo lange getrennt von mir (seiner SuperMama?!?) sein sollte, fand ich im Vorfeld schon etwas gruselig. In meinem Kopf fuhren die Fragen Karussell und versuchten, sich gegenseitig zu überholen.

Ob das gut geht?

Was, wenn er totales Heimweh bekommt und wieder nach Hause will?

Kann er ohne mich überhaupt einschlafen?

Und wenn er dort krank wird?

Schaffen Oma und Opa das überhaupt?

Ach nee, komm, wir lassen das. Ich red mal mit dem Chef…

Aber zurückrudern is nich! Ich bin ja ne coole Mom! Und schließlich bin ich ja privilegiert, dass die Großeltern noch so fit sind und sich bereit erklären, eine Woche auf mein Allerheiligstes aufzupassen! Aber zur Sicherheit fahre ich den Zwerg dann doch lieber selber zu Oma und Opa und bleibe noch zwei Nächte – nur so zur Eingewöhnung sage ich.  Um meine Panik in den Griff und ein gutes Gefühl zu bekommen, denke ich.

Schneller als mir lieb ist kommt dann auch der Abschied. Ein großes Tränen-Drama und Geheule von meinem Sohn hatte ich erwartet. Der steht aber hüpfend, lachend und freudig winkend neben Oma und Opa. Häh? Schnell ins Auto steigen. Au, dieser Klos im Hals tut aber weh!!! Auf’s Gaspedal, los und – heul, heul, heul!!!

Phase 2: Totale Euphorie

Zu Hause angekommen stellt sich dann aber erst mal die große Euphorie ein, als ich mit dem Mann plötzlich alleine zu Hause bin! Was kann ich nur alles mit dieser freien Zeit anstellen? Stundenlang ohne auf die Uhr zu schauen shoppen gehen bis alle Läden zu haben? Entspannt mal wieder Joggen? Endlich den Massagegutschein einlösen? Party machen? Jeden Abend ausgehen? Mal mehr als nur ein Gläschen trinken? Mit dem Mann essen gehen und sonst was anstellen? Yippieh! Freiheit – ich komme….!!!

Phase 3: Komplette Ernüchterung

Doch die Ernüchterung kommt viel zu schnell! Shoppen macht mir nach einer Stunde keinen Spaß mehr. Beim Joggen tun mir nach 10 Minuten die Knie weh. Der Massagegutschein ist schon lange abgelaufen. Und eigentlich ist auch so viel liegen geblieben in letzter Zeit. Rechnungen müssen bezahlt werden. Ausmisten wäre auch dringend mal wieder notwendig. Der Keller muss aufgeräumt werden. Und, und, und….

Am Abend falle ich erschöpft auf die Couch neben meinen Mann. Es ist so still hier – gruselig still! Als ich aufstehen will, um ins Kinderzimmer zu gehen, fragt der JungsPapa „Was machst du denn da?“ Ach ja, der kleine Prinz ist ja nicht da. Und da kommt sie plötzlich angekrochen – gleich am zweiten Abend:

Phase 4: Sehnsucht pur

Oh wie schrecklich! Was macht er bloß gerade? Ob er schon schläft? So überfällt sie mich – die Sehnsucht nach den kleinen Kinderhänden, die sich nach mir strecken und in meinen Arm wollen. Wie lange ist er noch weg? Noch 5 Tage?!? Oh wie schrecklich!! Und es wird leider nicht besser. Jeden Tag vermisse ich ihn ein kleines bisschen mehr. Nicht weil ich denke, es geht ihm nicht gut, sondern weil ich JungsMama ohne ihn so allein zu Hause bin.

Phase 5: Endlich alles wieder gut

Und endlich ist der Tag gekommen: Heute kommt er wieder! Ich bin total aufgeregt und zähle die Stunden, dann die Minuten. Und da – ein Hupen. Ich reiße die Türe auf, so schnell kann ich gar nicht schauen, wie er angerannt kommt, mir auf die Arme springt, mich abküsst – und alles ist wieder gut!
Danke, Oma und Opa!

Eure

Sonja

Welcome back

 

 

Anmerkung: Mit diesem Beitrag nehme ich am Eltern Blog Award 2016 teil

scoyo-eltern-blog-award-800-800

Advertisements

4 Kommentare zu „JungsMama allein zu Haus

  1. ohhh
    ich glaube so würde es mir auch gehen 🙈🙉🙊 Eine Nacht fällt mir momentan noch wahnsinnig schwer… Ich hoffe du/ihr konntet die kinderfreie Zeit trotzdem ein bisschen nutzen und genießen
    LG

    Gefällt mir

    1. naja, ich glaube, allein nicht immer auf die Uhr schauen zu müssen, ist ja schon ein kleiner Genuss 😉 Aber zum richtig Nutzen hätte ich wohl 4 Wochen gebraucht, um alles auf meiner Liste zu erledigen ;-). Liebe Grüße zurück.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s